
Die Geschichte des Grundstücks - und ein Blick nach vorn
Kurz nach 1900 entstand auf dem Gelände der heutigen Fritz-Zubeil-Straße 14 – damals noch Husarenstraße – eine Fabrik für Textilmaschinen, zu einer Zeit, als sich das damalige Nowawes (das heutige Potsdam-Babelsberg) zu einem der bedeutendsten Industriestandorte der Region entwickelte.
In den folgenden Jahrzehnten wandelte sich die Nutzung hin zum Maschinen- und Apparatebau: Ab etwa 1919/20 betrieb die Firma Wollmershäuser & Gurth hier ihre mechanischen Werkstätten. Nach der Verstaatlichung in der Nachkriegszeit führte der VEB Vereinigte Babelsberger Mechanische Werkstätten die industrielle Tradition des Standorts während der DDR-Zeit fort.
Nach der Wiedervereinigung übernahm der US-Industriekonzern Emerson – über seine auf Kälte- und Klimakompressoren spezialisierte Tochter Copeland – das gesamte Areal und baute die nicht mehr genutzte Maschinenfabrik Anfang 1992/93 zu einem Gewerbemischobjekt um.
Nach dem Erwerb des Grundstücks durch uns 2015/16 fanden wir ein in die Jahre gekommenes Gebäude vor, welches wir ab 2017 Stück für Stück instandsetzten und modernisierten.
Heute ist der "Gewerbepark Babelsberg-Süd" auf dem aktuellen Stand der Technik angekommen, die gesamte Hauselektrik wurde erneuert und verstärkt, neue Fenster wurden nahezu überall eingebaut sowie Dach und Fach wurden instandgesetzt.
Eine PV-Anlage mit 77 kWp - bestehend aus etwa 190 Modulen - wurde auf dem Dach installiert, mehrere Batteriespeicher sorgen für einen Weiterbetrieb des Hauses bei Stromausfall. Vor zwei Jahren wurden auf der Nordseite des Gebäudes vier Ladepunkte für Elektrofahrzeuge installiert, so dass nun jeder Ladepunkt in der Lage ist Elektrofahrzeuge mit bis zu 22kW Wechselstrom aufzuladen.
Trotz des hohen Gebäudealters und der fehlenden Möglichkeit eine Klinkerfassade mit einer Wärmedämmung zu versehen, führten unsere umfangreichen Baumaßnahmen zu der positiven Folge, dass der Primärenergieverbrauch des Hauses von über 155 kWh/(m²·a) auf nur noch bei 83 kWh/(m²·a) abgesenkt wurde. Der Endenergieverbrauch Strom liegt sogar nur noch bei 17 kWh/(m²·a). Beide Werte wurden durch einen unabhängigrn und zertifizierten Energiesachverständigen ermittelt.
Weitere Modernisierungen – etwa der Einbau hocheffizienter Wärmepumpen bei gleichzeitigem Rückbau der Gasheizung sowie die Entsiegelung der betonierten Hoffläche zu Gunsten einer gestalteten Pkw-Stellplatzanlage mit Regenwassergräben und Bäumen – sind für die kommenden Jahre geplant.
